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Holunderblütensirup ohne Zucker – ganz einfach selber machen!

Für die Zubereitung unseres acáo-Cocktails Juniperus benötigt man unter anderem einen Holunderblütensirup. Doch da klingeln bereits die acáo-Alarmglocken – der Nachteil von Sirup: im allgemeinen ein sehr hoher Zuckeranteil.

Wir haben für euch ein Rezept kreiert, wie ihr eine gesündere Alternative des Holunderblütensirups herstellen könnt. Auch hier gilt: natürlich gesüßt! Diesmal mit Stevia.

Natürlich süß: Stevia!

Ihr braucht keine Angst haben, dass der Geschmack und die Süße des Sirups unter dem Weglassen von industriellem Zucker leidet. Wir empfehlen an dieser Stelle für diesen Zweck: Stevia! Stevia Pulver oder Stevia Kristalle sind mittlerweile fast überall erhältlich im Regal der Süßungsmittel für Kaffees im herkömmlichen Supermarkt, aber auch im Reformhaus oder Bioladen. Vorsicht jedoch mit der natürlichen Süße! Stevia ist bis zu 450-mal süßer als Zucker. Die vielzähligen Stevia Produkte unterscheiden sich in ihrer Süßungskraft teilweise jedoch erheblich voneinander. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass sich die Süße der Steviolglykoside mit der Menge in der Verwendung nicht grundsätzlich kontinuierlich steigern lässt, wie es beispielsweise bei Zucker der Fall ist (je mehr Zucker, desto süßer). Die Süße im Geschmack lässt sich bei Stevia ab einer bestimmten Konzentration nicht viel weiter erhöhen.

Holunderblütensirup ohne Zucker

Zutaten für den Sirup:

(Holunderblüten wachsen im Verbund vieler kleiner Blüten. Diesen „Verbund“ nennt man Dolde.)

  • ca. 20 frisch gepflückte Holunderblütendolden
  • 2 TL Stevia-Pulver
  • 2 L Wasser
  • 2 unbehandelte Zitronen

Für unser Rezept ist ein sehr hoher Reinheitsgrad des Stevia-Pulvers wichtig. Da nicht nur der Süßungsgrad, sondern auch der Anteil an Stevia im Produkt selbst variieren kann, sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt nicht mit anderen Zucker- oder Süßungsstoffen vermischt ist.

Zubereitung:

  1. Die Blüten vorsichtig (mit den Blüten nach unten zeigend) ausschütteln, damit versteckte Insekten herausfallen.
  2. Anschließend kommen die Blüten in ein großes Gefäß, mit ca. 2-3 Litern Volumen. Hierzu nehmt ihr am besten eine große Schüssel.
  3. Nun müssen die Zitronen gewaschen und in feine Scheiben geschnitten werden.
  4. Danach kommt das Stevia Pulver samt der Zitronenscheiben in die Schüssel.
  5. Jetzt habt ihr schon alle Zutaten zusammen, jedoch fehlt noch reine Flüssigkeit. Deshalb müsst ihr nun die Zutaten mit 2 Litern Wasser auffüllen und anschließend gut durchmischen (rühren).
  6. Wenn ihr fertig gerührt habt, muss die Mischung 3-4 Tage in einem kühlen Zimmer mit Deckel ziehen gelassen werden.
  7. Öffnet die Schüssel jedoch täglich und rührt sie erneut 1-2-mal um.
  8. Nach der Ziehzeit könnt ihr bereits die Flüssigkeit abschmecken und mit einem Sieb oder Tuch von den Zutaten trennen, bzw. die Pflanzenreste herausfiltern.
  9. Jetzt schnappt ihr euch schöne Fläschchen oder andere verschließbare Glasgefäße und füllt den Sirup ab.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass durch den fehlenden Zucker der Nachteil besteht, dass der Sirup nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden kann – denn Zucker konserviert ja üblicherweise die handelsüblichen Sirups für einen sehr langen Zeitraum.

Aber das ist bei diesem leckeren Sirup gar kein Problem. Im Juniperus, aber auch zu Wasser (selbstgemachte Limonade) oder zum Verfeinern von Tee ist er immer wieder viel zu schnell aufgebraucht. Und gesund und frisch genießen ist uns eh am liebsten, dafür nehmen wir die verkürzte Lagerzeit gerne in Kauf.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


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